Tausende Artefakte der Sámi sind über Museen weltweit verteilt. Erst allmählich kommt der Prozess in Gang, sie ihren ursprünglichen Eigentümer:innen in der Herkunftsregion Sápmi zurückzugeben. Filmemacherin Suvi West und Kameramann und Koregisseur Anssi Kömi suchen gemeinsam nach Spuren ihrer Vorfahren und reisen durch Europa, um in kalten Museumskellern samische Artefakte aufzuspüren. Der Raub zu „Forschungszwecken“ und die Zurschaustellung von Gegenständen wie Fellschuhen, Kopfbedeckungen, heiligen Trommeln und sogar Gebeinen sind symptomatisch für Jahrhunderte der Kolonialisierung und Zwangschristianisierung, die die Sámi erlitten haben. Aus dem Bedürfnis heraus, die eigene Geschichte zu erzählen und den kollektiven Schmerz ihres Volkes zu lindern, nähert sich Suvi West behutsam der Vergangenheit an und lässt die Kamera sehr unmittelbar an ihren Emotionen teilhaben. Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie untrennbar die Rückführung indigener Besitztümer mit persönlicher und kultureller Identität verbunden sein kann.